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Besonderheiten im Jugendpsielbetrieb
a.  Allgemeines:
Diese Durchführungsbestimmungen gelten grundsätzlich auch für Jugendspiele soweit JO, SpO oder die Vereinbarungen der Vereinsjungen-/Mädchenwarte mit dem Kreisjungen-/Mädchenwart nicht etwas Anderes bestimmen.

b.  Jugend-Wettkampfstruktur
Für Minis und von der E- bis zur C-Jugend gelten die „Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinder- und Jugendhandball“ des DHB in Verbindung mit der Regelauslegung des HVN in den jeweils gültigen Fassungen.  

c.  Spielen ohne Wertung (AK)
Der Spielbetrieb ohne Wertung ist ausschließlich für die B-, C-, D- und E-Jugend-Mannschaften zugelassen, wobei max. drei Spieler/innen der nächsthöheren Altersklasse eingesetzt werden dürfen und diese auf dem Spielbericht mit einem X zu kennzeichnen sind. Diese Spieler/innen sind vor Beginn der Punkterunde an den Jungen- bzw. an den Mädchenwart und den zuständigen Staffelleiter mit Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Spielpass-Nr. schriftlich zu melden. Das gilt ebenfalls für Nachzügler. 
Die gemeldeten AK-Spieler dürfen ab ihrer Meldung in dem Spieljahr ausschließlich in der der AK-Mannschaft eingesetzt werden. Das bedeutet, dass sie auch nicht in einer anderen Altersklasse eingesetzt werden dürfen. Diese Regelung gilt auch für Spieler mit Doppelspielrecht.
Die AK-Mannschaften müssen zum Meldetermin an den Handballkreis Wesel e.V. gemeldet werden. Nachmeldungen sind nur in besonderen Fällen zu berücksichtigen. 

d.  Ermittlung der Kreismeister  
Kreismeister können nur Mannschaften werden, die in der Jugend-Kreisliga spielen. In allen Jugendaltersklassen, in denen es nur eine Kreisligagruppe gibt, ist der Gruppenerste am Ende der Spielrunde der Kreismeister. In allen Jugendaltersklassen, in denen in zwei und mehr Kreisligagruppen gespielt wird, findet nach Abschluss der Spielrunde eine Endrunde um die Kreismeisterschaft statt. Die jeweiligen Gruppenersten und Gruppenzweiten nehmen daran teil. Kreismeister werden bzw. an der Endrunde zur Kreismeisterschaft teilnehmen kann nur  die numerisch am höchsten auf Kreisebene spielende Mannschaft eines Vereins.
e. Spielformen

Maßnahmen bei Nichteinhaltung des Deckungssystems
Vor dem Spiel ist eine Absprache mit den Mannschaftsverantwortlichen bzgl. des Deckungssystems und deren Ahndung erforderlich. Hierbei können auch Besonderheiten (z.B. Spielanfänger) abgesprochen werden.
  1. Stufe: Ermahnung
    Der  Mannschaftsverantwortliche  der  fehlbaren  Mannschaft  wird  nach  Time-out  ermahnt mit einem Hinweis darauf, was nicht regelkonform ist.
  2. Stufe:  Verwarnung
    Sollte nach einer Übergangszeit – in der Regel 1 Angriff – das Deckungssystem weiterhin nicht regelkonform sein, wird der Mannschaftsverantwortliche wiederum nachTime-out verwarnt, ebenfalls mit dem Hinweis, was nicht regelkonform ist. Diese Verwarnung ist keine progressive Bestrafung im Sinne der IHR.
  3. Stufe: 7-m-Wurf bzw. Penalty
    Sollte nach einer weiteren Übergangszeit – in der Regel 1 Angriff – das Deckungssystem weiterhin nicht regelkonform sein, erhält die angreifende Mannschaft wiederumnach Time-out einen 7-m-Wurf bzw. Penalty (E-/F-Jugend) zugesprochen. Auch jetzt muss dem Mannschaftsverantwortlichen der Grund für die Entscheidung genannt werden. Bei jedem weiteren Vergehen wird ohne weitere Übergangszeit auf 7-m-Wurf bzw.Penalty entschieden.

Weitere Maßnahmen
Verstöße gegen diese Richtlinien sind im Schiedsrichterbericht zu vermerken, wenn es zur^Verhängung eines 7-m-Wurfes bzw. Penalty führt.

Besondere Hinweise
Der Spielleiter ist verpflichtet, auf den Antrag eines Betreuers der gegnerischen Mannschaft zu reagieren. Immer daran denken, dass durch die Entscheidung auf 7-m-Wurf bzw. Penalty Kinder aus ihrer Sicht bestraft werden. Deshalb ist in den Minis kein, in der F-Jugend nur theoretisch ein Penalty vorgesehen. 

Begriff Manndeckung in der D- und C-Jugend
Unter Einzel-Manndeckung ist auch die Manndeckung gegen mehrere Spieler zu verstehen (mehrfache Einzel-Manndeckung). Erlaubt ist nur die Manndeckung gegen alle Angreifer, die „sinkende Manndeckung“ als Übergangs-System und eine Raumdeckung.

Allgemeine Hinweise
Betreuer haben im Kinderhandball eine Vorbildfunktion. Deshalb sind Hinausstellungen und Disqualifikationen gegen Betreuer im Schiedsrichterbericht einzutragen. Zeitstrafen gegen Kinder (bis zur D-Jugend) sind in jedem Fall zu vermeiden, insbesondere wegen formaler Vergehen (z.B. Abstand). Sollte eine Hinausstellung unvermeidbar sein, muss der Spieler das Spielfeld für die Dauer der Zeitstrafe verlassen. Eine Mannschaft, die nur mit 7 Spielern antritt, muss somit in Unterzahl spielen – auch in der D-, E- und F-Jugend. Ist die Abwehr (Beachte: bei „2 mal 3 gegen 3“ nur bei 2 Abwehrspielern) in Unterzahl, darf die Mannschaft aber wie in der C-Jugend defensiv agieren. Mit Wiederherstellung der Gleichzahl muss wieder offensiv agiert werden. Auch Zeitstrafen gegen Offizielle sind in der C-Jugend Mannschaftsstrafen (Unterzahl). In der D-, E-, F-Jugend und den Minis sind es persönliche Strafen (keine Unterzahl).